Veranstaltungskalender

Hier sehen Sie alle Veranstaltungen des Semesters 1/2018 in chronologischer Reihenfolge:
 
 

MEDIZIN

„Ich bin der Doktor Eisenbart…“

Wer kennt diese Worte nicht – sie sind der Beginn eines der bekanntesten Spottlieder deutscher Dichtkunst. Aber wer war der Doktor Eisenbart? Was wissen wir über ihn?

Johann Andreas Eisenbart (1661 – 1727) ist uns erhalten geblieben wegen des Spottliedes. Indem wir uns mit ihm befassen, erfahren wir viel über die Jahrmarktsmedizin seiner Zeit, über einen hochangesehenen Bruch- und Starschneider, über den vom preußischen König ausgezeichneten

„Königlich preußischen Hofokulisten und Rath“. Und nicht zuletzt geht es auch um die Geschichte der Chirurgie, die in unsere Tage weist.

Der Referent, Dr. Matthias Krüger, hat seine Promotionsarbeit über G.W. Leibniz am Seminar für Geschichte und Ethik der Medizin in Hannover geschrieben. Heute ist er u.a. als Lehrbeauftragter der Medizinischen Hochschule Hannover tätig.

 
Referent: Dr. Matthias Krüger
Zeit: Mittwoch, 28. Februar, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

KUNST/THEOLOGIE

Sehnsucht nach Transzendenz – Gottesdienste im ZKM

Im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) wird einmal im Jahr in ungewöhnlichem Rahmen ein ökumenischer Gottesdienst mit Bezug zu einer aktuellen Ausstellung gefeiert.

Dr. Klaus Engelhardt war von Anfang an bei der Gestaltung dieser besonderen Gottesdienstreihe dabei. In seinem Vortrag berichtet er, wie es dazu kam, welche Erwartungen sich damit verbinden, und es wird um die grundsätzliche Frage nach der Beziehung von Theologie, Kirche und Kunst gehen – eine spannende Frage!

 

Referent: Dr. Klaus Engelhardt, Altbischof der badischen Landeskirche, Ratsvorsitzender der EKD von 1991 bis 1997
Zeit: Donnerstag, 1. März, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5
 

 

GESCHICHTE

Zwischen Restauration und Neuanfang – die Evangelische Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ befand sich auch die evangelische Kirche in einer „Stunde Null“. Sie stand vor der grundsätzlichen Frage, wie sie sich nach den Erfahrungen des Kirchenkampfes in der Zeit des Nationalsozialismus neu organisieren sollte. War die Restauration der herkömmlichen Strukturen der richtige Weg oder vielmehr ein völliger Neuanfang geboten? Darüber wurde heftig gestritten. Der Referent stellt dar, wie die Weichen damals gestellt wurden und welche Akteure daran in Baden und bei der Gründung der EKiD maßgeblich beteiligt waren. Ein spannendes Stück der jüngeren Kirchengeschichte wird dabei lebendig.

Der Referent war bis 2007 juristischer Referent im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe.

 
Referent: Prof. Dr. Jörg Winter
Zeit: Mittwoch, 7. März, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5
 

 

MEDIZIN

Schmerz lass nach!

Hexenschuss, Migräneattacken, Gallen- oder Nierenkoliken, Geburtswehen, Verletzungen - akute Schmerzen können heftig sein, uns massiv beeinträchtigen. Fast noch schlimmer empfunden werden jedoch langanhaltende, chronische Schmerzen. Was und wer kann uns helfen? Das Angebot der verschiedensten Therapien ist riesig und teilweise widersprüchlich. Schmerzmedikamente sind die Umsatzrenner der Pharmabranche! Aber das Schmerzerleben, die Leidensfähigkeit sind höchst individuell. Das Referat zeigt die Zusammenhänge zwischen Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung. Welche Rolle spielt das vegetative Nervensystem, und wie kann man es für die Behandlung nutzen? Was können wir selber tun?

 
Referent: Dr. Thomas Arldt, Direktor d. Klinik für Anästhesie, Intensiv- u. Rettungsmedizin am Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe
Zeit: Mittwoch, 14. März, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

THEOLOGIE

Zum Zeugnis von der Auferstehung Jesu Christi. Was gab und gibt dazu Grund?!

Obgleich die Auferstehung Jesu Christi kein historisches Ereignis war, gibt zu denken: mit deren Bezeugung hat sich Entscheidendes für das

Leben von Menschen verändert. Das Kernproblem des Zeugnisses von der Auferweckung des Gekreuzigten lag und liegt an deren spannungsvollen Grundaussagen „er ist tot“ – „er lebt“ / „er ist gekreuzigt“ – „er ist auferweckt worden“. Nach weltlicher Erfahrung erscheint dies unvereinbar. Was lässt für das, was unvereinbar erscheint und schwerlich einleuchtet, Sprache finden? Was hier Sprachlosigkeit überwand und Klarheit schuf, war das Bekenntnis: „Gott hat Jesus von den Toten auferweckt“. Wer die Botschaft von der Auferweckung Jesu Christi bezeugt, müsste sich bei dem behaften lassen, was ihm als Erfahrung zuteilwurde. So bleibt die Frage, ob, was unserer Erfahrung widerspricht, sich aller Erfahrung entzieht oder erst recht in diese hineinführt.

 

Referent: Prof. Dr. Volker Weymann, Freiburg
Zeit: Donnerstag, 15. März, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

GESELLSCHAFT
 
50 Jahre EEB - wir feiern!
Tischgespräche bei junge alte - über Bildung, Lebenswege und Zukunftsvisionen

 

50 Jahre Evangelische Erwachsenenbildung nehmen wir zum Anlass, über Bildung, Lebenswege und ersehnte Ziele zu sprechen. Wir tauschen Standpunkte und Erfahrungen zu unseren Bildungsgeschichten aus, geben Gelegenheit, Prägungen zu Wort kommen zu lassen und Wünsche zu äußern. Wie wird die Zukunft der jungen alten aussehen? Was war und was wird sein? Seien Sie an diesem besonderen Vormittag dabei mit Live-Musik und Gespräch. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

Moderatoren: Joachim Faber, Leiter der EEB Karlsruhe und Antje Best, Seniorenbüro Karlsruhe Experten: junge alte
Musik: Heidrun Paulus, Klavier und Stefan Volz, Saxophon
Verantwortlich: Annette Weiß und Pia Leitgieb
Zeit: Mittwoch, 21. März, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

MUSIK

Frank Martins GOLGOTHA – Brückenschlag über Jahrhunderte

„Golgotha stellte für mich ein einzigartiges Ereignis in meinem Leben als Komponist dar.“ So äußerte sich Frank Martin zu seinem Passionsoratorium, in dem er Worten aus den biblischen Psalmen und Evangelien Zitate aus den „Confessiones“ (Bekenntnissen) des Kirchenvaters Augustinus gegenüberstellt und mit dem ihm ein großer Brückenschlag über Jahrhunderte gelingt. Was aber veranlasste den Sohn eines calvinistischen Pfarrers dazu, dieses Werk – in der Nachfolge Bachs und doch in bewusster Abgrenzung von ihm – zu schreiben? Diesen und anderen Fragen gehen die Referenten in dieser Einführungsveranstaltung nach. Das beeindruckende und ergreifende Werk wird an Karfreitag um 18 Uhr in der Stadtkirche Karlsruhe zu hören und zu erleben sein – aufgeführt vom Bachchor Karlsruhe unter der Leitung von KMD Christian-Markus Raiser.

 

Referent: Christian-Markus Raiser, Kirchenmusikdirektor und Pfrin Claudia Rauch
Zeit: Donnerstag, 22. März, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5
 
 

THEOLOGIE

Passionsandacht

Sie sind herzlich eingeladen, in der Mitte der Karwoche innezuhalten. Leben, Tod und Auferstehung sind essentiell verdichtet in dieser Woche. Leben und Leid, Tod und Trauer tragen die Erinnerung. Pfarrer Abraham, Pfarrer der Stadtkirche Durlach, wird bei junge alte diesen Vormittag mit einer Andacht gestalten.

 

Ostermorgengott
Du, Gott des Ostermorgens,
In deinem Licht leuchtet auf –
Im Gebrochenen schon Unzerbrechliches,
Im Erniedrigten schon Erhöhtes,
Im Verwundeten schon Geheiltes,
Im Stückwerk schon Vollkommenheit,
Im Kraftlosen schon Kraft,
Im Verworfenen schon Annahme,
Im Sterben schon Auferstehen,
du Gott des Ostermorgens leuchte, leuchte.

Heike Helfrich-Brucksch

 
Referent: Pfr. Thomas Abraham
Zeit: Mittwoch, 28. März, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5
 

 

MUSIK/LITERATUR
 
Galgenlieder und andere Töne
Ein Ausflug in die poetische Welt Christian Morgensterns

 

„In jedem Menschen ist ein Kind verborgen... Das will auch in der Kunst mitspielen, mitschaffen dürfen. Denn dieses Kind im Menschen ist der unsterbliche Schöpfer in ihm“, so schrieb Christian Morgenstern im Jahr 1913 zu seinen Galgenliedern. Der sensationelle Erfolg dieser „für einen lustigen Kreis“ geschriebenen Gedichte kam für ihn selbst völlig unerwartet. Mit ihrem tiefsinnigen, surrealen Humor und ihrer philosophischen Doppelbödigkeit sind sie heute aus der deutschen Literatur nicht mehr wegzudenken. Folgen Sie also den seltsamen Phantasiegestalten Palma Kunkel und Palmström, dem Mondkalb und dem Zwölfelf, die – mit einigen anderen – in musikalischem Reigen auftreten.

Lesungen: Klaus Nagorni, Akademiedirektor i.R.
Musik: Norbert Krupp und Sibylle Hermann
Zeit: Mittwoch, 11. April, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5
 
 

POLITIK

Ziviler Ungehorsam und Widerstandsrecht im demokratischen Rechtsstaat

Zu einer lebendigen Demokratie gehört unbestritten der offene Meinungsaustausch einschließlich des Rechts auf Versammlungsfreiheit. Aber wo liegen die Grenzen? Welche Möglichkeiten stehen dem Bürger offen, um sich gegen tatsächliche oder vermeintliche Fehlentwicklungen in Staat und Gesellschaft zur Wehr zu setzen? Kann es in einem funktionierenden Rechtsstaat auch so etwas wie zivilen Ungehorsam oder gar ein Widerstandsrecht geben? Sind z.B. Sitzblockaden ein erlaubtes Mittel der Auseinandersetzung? Die Ereignisse rund um den G 20-Gipfel in Hamburg aber auch die Diskussion um das Kirchenasyl werfen solche Fragen auf, die Grundlagen unserer Rechtsordnung berühren.

Die Referentin ist Professorin für öffentliches Recht an der Universität Heidelberg.

 
Referentin: Prof. Dr. Ute Mager
Zeit: Donnerstag, 12. April, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

RELIGION

Bahai – die unbekannte Weltreligion

Was wissen Sie über die Bahai? Die meisten Menschen haben den Namen gehört, haben aber wenig Kenntnisse. Dabei erheben die Bahai den Anspruch, eine Weltreligion zu sein. Entstanden im 19. Jahrhundert aus schiitisch-islamischem Kontext lehren sie, jede Religion habe nur eine begrenzte Gottesoffenbarung. Daher gebe es für jede Zeit eine neue Offenbarung und für unsere Zeit sei sie in der Bahai-Religion zu finden. Was ist das spezifische Anliegen dieser Religion – und wie wird sie gelebt? Der Vortrag will Antworten auf diese Fragen geben. Dr. Jan Badewien ist pensionierter Pfarrer der badischen Landeskirche. Nach Jahren als Gemeindepfarrer in Überlingen wirkte er als Akademiedirektor an der Evangelischen Akademie in Baden sowie als Weltanschauungsbeauftragter der Landeskirche.
 
Referent: Dr. Jan Badewien
Zeit: Mittwoch, 18. April, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

UMWELT
 
Das Brummen wird leiser.
Verschwinden die Insekten auch bei uns?
Was können wir tun?
 

Die Medien berichten, die Wissenschaft warnt, beschwichtigt wird auch: Was ist dran am „Insektensterben“? Die Feldforschung und die persönliche Erfahrung sind ähnlich: Es fliegen weniger Schmetterlinge, es brummen kaum noch Hummeln, Käfer und Zikaden waren früher häufiger. Auch in Baden. Dabei ist die sonnenverwöhnte Gegend eine gute Adresse für Insekten! Der Vortrag lenkt den Blick auf die Situation der Blüten besuchenden Insekten und zeigt, wie wir dem negativen Trend entgegenwirken können.

 

Referent: Martin Klatt, Referent Arten- und Biotopschutz, Projektleiter „Natur nah dran“, NABU BW
Zeit: Mittwoch, 25. April, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

LITERATUR

Welche Neuerscheinungen sind lesenswert? Orientierungshilfe im Bücher-Dschungel

Alle Lesenden kennen die Situation: Auf der Suche nach dem aktuellen „guten“ Buch steht man in der Buchhandlung vor den Büchertischen mit den Neuerscheinungen und fühlt sich zwar angeregt, aber auch hilflos angesichts der Fülle. Orientierungshilfe im Bücher-Dschungel gibt der Karlsruher Buchhändler Paul Kaufmann. Er wird ca. 20 lesenswerte Neuerscheinungen vorstellen und ergänzen durch „Lese-Warnungen“, d. h. kritische Anmerkungen zu medial hochgelobten Neuerscheinungen.

Referent: Paul Kaufmann, Buchhändler, Stephanus-Buchhandlung Karlsruhe
Zeit: Donnerstag, 26. April, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

GESELLSCHAFT

Suizid in jedem Lebensalter – Darüber reden kann Leben retten!

Der Psalmbeter des 90. Psalm mahnt: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“. Neben dem natürlichen Tod gibt es von jeher den Suizid als Möglichkeit, dem Leben ein Ende zu bereiten. Jährlich sterben in Deutschland ca. 10.000 Menschen durch Selbsttötung. Das erschreckt und wirft für Gefährdete und deren Angehörige Fragen auf. Wie können Hinterbliebene von Suizidtoten trauern und weiterleben? Wir nehmen uns Zeit, darüber zu sprechen. Denn es kann jeden von uns treffen. Die Referentin war 15 Jahre lang Geschäftsführerin des Arbeitskreises Leben Karlsruhe e.V. (AKL).

 

Referentin: Heidi Winter, Lehrerin, Supervisorin DGSv
Zeit: Mittwoch, 2. Mai, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

THEOLOGIE

Die Stellung der Frau im Judentum

Was wissen wir eigentlich über Regeln, Bräuche und Traditionen des Judentums? Wie feiern Juden heute ihre Feste wie Rosch Haschanah (das jüdische Neujahr), Jom Kippur (das Versöhnungsfest), Schabbat, Chanukka oder Pessach? Wer weiß, was man unter egalitärem Judentum versteht oder was die Masortis-Bewegung ist?

Solange Rosenberg gibt kompetente Antworten auf die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum heute gelebten Judentum in seiner Vielfalt - von ultra-orthodox bis reformiert - ausgehend von einem Blick auf die Stellung der Frau im Judentum und die Gestaltung der jüdischen Feste.

 
Referentin: Solange Rosenberg,
Jüdische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Karlsruhe
Zeit: Donnerstag, 3. Mai, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

WIRTSCHAFT

Was ist Verhaltensökonomie und welchen gesellschaftlichen Einfluss hat sie?

Der amerikanische Verhaltensökonom Richard Thaler erhielt 2017 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Sein Buch „Nudge – wie man kluge Entscheidungen anstößt“ ist zu einer Art Bibel der Verhaltensökonomen geworden. Kernidee ist die Annahme, dass Menschen oft falsche Entscheidungen treffen, indem sie etwa zu viel essen, zu wenig Sport treiben u.a.m. Ein „Nudge“ (Schubser) der Regierung solle sie da in die richtige Richtung weisen. Der Vortrag wird die Verhaltensökonomie mit interessanten Beispielen erläutern und fragen: „Wollen wir wirklich von der Regierung „geschubst“ werden?

 

Referent: Dr. Gerhard Stöckigt, Dipl.-Wirtschaftsingenieur
Zeit: Mittwoch, 9. Mai 2018, 9:30 – 11:00 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5
 

 

MUSIK

Liebe, Sehnsucht, Qual und Tod – Wagners „Tristan und Isolde“

Das Werk „Tristan und Isolde“ sollte die Musik revolutionieren. Denn in dem Moment, da der berühmte Tristan-Akkord zum ersten Mal erklang, wurde das Prinzip der Tonalität tief erschüttert. Nicht aufgelöste Dissonanzen, chromatische Fortschreitungen, unendliche Klangströme sind hierbei Programm: „Sehnsucht, unstillbares, ewig sich neu gebärendes Verlangen“, so Wagners Worte. Die Einführung soll Einblicke geben in dieses „Kraftwerk der Gefühle“, das eines der persönlichsten Werke Richard Wagners darstellt.

Referentin: Dr. Kerstin Koblitz, Germanistin
Zeit: Mittwoch, 16. Mai, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

KUNST

St. Petersburg – die Stadt der „weißen Nächte“

„Hier soll eine Stadt sein“ – mit diesen Worten Zar Peters des Großen soll 1703 St. Petersburg, die Stadt der weißen Nächte, gegründet worden sein: ein „Fenster nach Europa“ und bis ins 20. Jahrhundert Hauptstadt des russischen Reiches. Die barock-klassizistische Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Prächtige Bauten sowie die Künstler und Dichter, die die Stadt prägten, werden Ihnen bei diesem virtuellen Stadtspaziergang begegnen und von der Geschichte und den Geschichten rund um die Stadt an der Newa erzählen.

Referentin: Anette Ochsenwadel M.A., Kunsthistorikerin
Zeit: Donnerstag, 17. Mai, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

LITERATURSEMINAR

Das Problem des „radikal Bösen“ (Kant) in der Moderne
Ein philosophisches Leseseminar mit Texten von Theodor W. Adorno, Hannah Arendt und Zygmunt Bauman (1925 – 2017).

Alles philosophische Nachdenken über das Phänomen des Bösen beginnt seit 1945 bei „Auschwitz“, bei dem „sprachlosen Entsetzen, wenn wir nichts anderes mehr sagen können als: Dies hätte nie geschehen dürfen.“ (Hannah Arendt). Hier zerbricht aller Optimismus der Aufklärung. Lauert im Schoß der fortschrittsgläubigen „Moderne“ das Ungeheuerliche?

In unserem Seminar wollen wir anhand von Texten der drei Philosophen dieser Frage nachgehen. Vorbereitend sollten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus dem Buch „Eichmann in Jerusalem“ von Hannah Arendt die Kapitel II bis VIII und den Epilog lesen. Texte von Adorno und Bauman werden ihnen kurz vorher zugesandt. Deshalb: Bitte frühzeitig anmelden!

 
Referentin: Ingrid Rumpf, OStR. i.R
Zeit: Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24. Mai, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

THEOLOGIE

Die Wirren der Zeit und Gottes Wirken in der Geschichte

Wirkt Gott in der Geschichte, und wenn ja, wie? Je turbulenter und verstörender die Zeiten, desto intensiver stellt sich die religiöse Grundfrage: Lenkt und leitet Gott die Geschichte der Menschen so, dass daraus das entsteht, was wir „Weltgeschichte“ nennen? Können wir im Rückblick auf geschichtliche Ereignisse göttliche Fügung erkennen? Wie verschränken sich eigene Lebensgeschichte und Deutungen der Geschichte im Ganzen? Hat der Geschichtsverlauf eine Zielrichtung, oder leben wir dahin in einer Schicksalskontingenz? Gibt es im Blick auf die Zukunft eine Gewissheit, dass wir – trotz allem, was dagegensteht – dem Leben vertrauen, es lieben und auf einen guten Ausgang aller Dinge hoffen können? Viele Fragen aber auch tastende Antworten darauf tun not. Der Referent ist Landeskirchlicher Beauftragter für den Kirchlichen Entwicklungsdienst im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe.

 
Referent: Pfr. Peter Scherhans
Zeit: Mittwoch, 6. Juni, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

THEOLOGIE

Hörst Du nicht die Glocken?

Seit 1500 Jahren werden Glocken in Europa als Rufsignal zum Gottesdienst oder als liturgisches Signal zu Gebets- oder Segenshandlungen genutzt. Die Menschen in unserer Gesellschaft wissen häufig nicht mehr, warum in ihrem Ort oder Stadtteil zu unterschiedlichen Uhrzeiten tagsüber Glocken läuten. Als Zeitgeber oder Gefahrenruf erscheinen sie angesichts moderner Technologien eigentlich überflüssig. Bei den zu beobachtenden Beschwerden und Klagen gegenüber „Glocken- lärm“ geraten Gemeinden zunehmend in die Defensive, und mancherorts droht ein Verstummen von Glocken.

Mit dem Läuten von Kirchenglocken sollte auch künftig durchaus selbstbewusst umgegangen werden: Als Aufforderung zur Alltagsunterbrechung, zum Gebet und als klingender Kulturbeitrag der Kirchen. Der Gesellschaft und den Gemeinden soll Sinn und Chance des Glockengeläutes durch ein erneuertes „Läuteverständnis“ nahegebracht werden.

Referent: Dr. Martin Kares, Glockensachverständiger der Evang. Landeskirche Baden
Zeit: Donnerstag, 7. Juni, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

LITERATUR

„Ich war schon immer ein robustes kleines Biest“ Dorothy L. Sayers oder: Die Vermessung der Gesellschaft

Dorothy L. Sayers vereinigte den Gesellschaftsroman des 19. Jahrhunderts mit dem Detektivroman, weil nur ein solcher Roman gesellschaftliche Realität in all ihren Verästelungen mit einem moralischen Anspruch schildern kann. Die britische Zeitung „The Guardian“ nahm 2009 zwei ihrer Kriminalromane, nämlich „Der Tote in der Badewanne“ (1923) und „Mord braucht Reklame“ (1933) in die Liste der tausend Romane auf, die jeder gelesen haben sollte. Wir folgen der Autorin durch ihre Werke und damit auch durch ihre Zeit.

Referentin: Annegret Wolfram, freie Seminarleiterin, Stuttgart
Zeit: Mittwoch, 13. Juni, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

POLITIK

Parlamentarische Kontrolle der Regierung: Wie funktioniert das?

Ein wesentliches Element unserer Demokratie ist die Kontrolle der Regierung durch das vom Volk gewählte Parlament. Aber wie geschieht das konkret? Welche Rolle spielen dabei die Parteien, die die Regierung bilden, und welche Möglichkeiten haben die Fraktionen in der Opposition? Dr. Konstantin von Notz, der in der dritten Wahlperiode als Abgeordneter von Bündnis90/Die Grünen dem Deutschen Bundestag angehört, berichtet aus seiner langjährigen Erfahrung als Parlamentarier und Vertreter seiner Fraktion im Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSA-Affäre.

Referent: Dr. Konstantin von Notz (MdB)
Zeit: Mittwoch, 20. Juni, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

THEOLOGIE

„Wir haben hier keine bleibende Stadt.“ Feuer, Erde und Friedwald: Wie ändert sich die Bestattungskultur?

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“, heißt es im Hebräerbrief. Aber wie und wo komme ich einmal unter die Erde, wenn es soweit ist, dass ich diese Welt verlassen muss? Diese Fragen stellen sich viele Menschen im höheren Lebensalter. Will ich eine traditionelle Beerdigung im Sarg oder doch lieber eine Urnenbeisetzung? Vielleicht sogar an einer anonymen Stelle. Auch der Friedwald bietet heute eine Alternative. Die Bestattungskultur hat sich stark verändert und in ihren Formen liberalisiert. Was ist davon aus der Sicht der Theologie und der kirchlichen Sterbe- und Trauerbegleitung zu halten?

Der Referent leitet das Referat für Verkündigung in Kirche und Gesellschaft im Evangelischen Oberkirchenrat.

 
Referent: Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin
Zeit: Donnerstag, 21. Juni, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

LITERATUR

Thema wird neu gefunden

Referentin: N.N..
Zeit: Mittwoch, 27. Juni, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

GESELLSCHAFT

Warum ist der Fußball männlich?
Ein Gang durch die Geschichte des Fußballs

 

Jeder und jede kennt Fußballspiele, die unterschiedlichen Ligen, die vielen Vereine, die Welt- und Europameisterschaften. Deutschland jubelte 2006 bei der WM, auch wenn die Deutschen nicht gewannen. 2014 klappte es dann zum vierten Mal. Doch wo liegt der Ursprung des Fußballspiels und wie verbreitete sich die Sportart? Wann spielten zum ersten Mal die Frauen Fußball? Und wieso gibt es immer noch so gravierende Unterschiede in der Sportberichterstattung, im Gehalt und in der Präsenz in der Werbung? Diesen und vielen weiteren Fragen wird in dem Vortrag nachgegangen.

 

Referentin: Prof. Dr. Sabine Liebig lehrt Neuere und Neueste Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
Zeit: Donnerstag, 28. Juni, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

GESCHICHTE

 

Die Währungsreform

Am Sonntag, den 20. Juni 1948, erhielt jeder Deutsche, der in den drei Westzonen lebte, für jede Person seiner Familie exakt 40 Deutsche Mark. Die bisher gültige Reichsmark war fortan ungültig und wertlos. Alle Westdeutschen schienen von nun an gleich. Von ihnen hing es ab, ob sie dieses Geld ausgaben oder damit ihr Vermögen gemacht haben.

Nach diesem Sonntag ereignete sich ein weiteres Wunder: Vom nächsten Tag an waren alle Schaufenster, die bis dahin leer gewesen waren, vollgefüllt mit Waren aller Art, die nun gekauft werden konnten. Die Deutschen trauten ihren Augen nicht. Diese schöne Geschichte von der Währungsreform ist bis heute in den Köpfen all derer, die sie miterlebt haben und ihren Kindern und Enkeln weitererzählten.

Die Referentin wird versuchen, hinter diesem schönen Märchen die wahre Historie der Währungsreform sichtbar zu machen

Referentin: Gudrun Reiß, OStRin i. R.,
Zeit: Mittwoch, 4. Juli, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5

 

 

SEMESTERSCHLUSS

Am Pulsschlag der Zeit – Malta hautnah erlebt

Die Geschichte Maltas ist geprägt von Besatzung und Migration. Tief verwurzelt ist die christliche Kultur, denn kein Geringerer als Apostel Paulus brachte das Christentum auf die Insel. Ein zufälliger Schiffbruch mit Folgen…

Wir lernten das Archipel im Mittelmeer mit all seinem Reichtum an Geschichte, Kultur und Natur auf der Studienfahrt der EEB und junge alte kennen, mit eindrücklichen Begegnungen vor Ort. Davon werden wir Ihnen gerne berichten. Eine geplante Reise mit Folgen.

Referenten: Dr. Matthias Zedelius, Gottfried Maier- Straßburg, Prof. Dr. Jörg Winter
Zeit: Mittwoch,11. Juli, 9:30 bis 11 Uhr
Ort: Gemeindehaus Am Zwinger 5